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Der Fahrradclub1)

Um die Jahrhundertwende stand das Radeln in seiner Frühlingsblüte. Das halsbrecherische Hochrad dürfte wohl nur wenige Anhänger gefunden haben. Aus England kommend tauchte bald das Niederrad auf. Das Radeln war vorerst in Deutschland ein teurer elitärer Luxus, den  nur wohlhabende Leute ausüben konnten. So ein englisches Rad kostete um die 600 Mark. Dafür hätte ein Landarbeiter ein ganzes Jahr arbeiten müssen.
Bald kamen deutsche und wesentlich billigere und qualitativ vollwertige Fabrikate auf den Markt. Ein sehr ordentliches Rad kostete bald nur noch 150 Mark. Jetzt wurde das Radeln ein bürgerliches Vergnügen und um 1920 gab es in Deutschland zahlreiche Radfahrvereine. 
Viel früher, am 14. Januar 1906 findet das Stiftungsfest des Radfahrerclubs „Teutonia" in Borgstedt bei Kröger Lensch mit anschließendem Maskenball statt. Der Vorsitzende ist J.Haß und Schriftführer P.Embke. Zu seinen Mitgliedern zählen H. und J.Stuck, J.Lensch, E.Wulf, E.Cornils, M.Luchte, H.Bielfeldt, J. und H.Greve, J.Reimers, H.Ohm, K.Hahn, K. Mohr und C.Petersen.

1) Geschichte und Geschichten zum Dorf Borgstedt, Johannes A. Witt, , Herausgeber Gemeinde Borgstedt,07.Mai 2004, Seite 81

Nach den Unterlagen, handschriftliche Aufzeichnung, Verfasser unbekannt, handelt es sich um eine Aufnahme aus dem Jahr 1911.

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