Geschichte
Die Geschichte der Gemeinde Borgstedt in Kürze:
Vor etwa 10.000 bis 12.000 Jahren werden hier in Borgstedt die ersten Menschen gelebt haben. Sie ernährten sich vorwiegend von der Jagd und vom Fischfang. Das genaue Entstehungsdatum ist nicht nachzuweisen.
Die Besiedelung Borgstedts begann zwischen 300 und 400 n. Chr. Es gab hier eine Furt, einen Übergang über die Eider. Sie hatte aber nur eine untergeordnete Bedeutung; denn der Hauptübergang über die Eider lag bei Fockbek und Klint, wo der Heerweg die Eider überquerte.
Auf diese erste sächsische Siedlung deutete der Urnenfriedhof an der Brandheide.
Etwa um 1250 erfolgte die planmäßige Besiedelung unseres Gebietes durch die Grafen von Holstein, die in Rendsburg ihren Sitz hatten. Die erste Urkunde, in der Borgstedt genannt wird, stammt aus dem Jahre 1375. Ein Grundbesitzer verkaufte am 09. Februar 1375 sein "Gut Borgstede"an den Grafen Heinrich von Holstein.
Das kleine Dorf bestand aus sechs Hufen. Eine Hufe war je nach Bodengüte 15 bis 20 ha, teilweise sogar bis zu 50 ha groß und sicherte die Ernährung einer Familie. Um 1542 hatte das Dorf 5 Hufner und 3 Wurt-Besitzer. Es gehörte zum Amt Rendsburg. Kriegerische Handlungen um die Festung Rendsburgs im 16. und 17. Jahrhundert verhinderten einen raschen Anstieg der Einwohnerzahl. Erst mit dem Bau des Eiderkanals von 1777 bis 1784 wurde eine Steigerung der Bevölkerung erreicht. Als am 16. März 1853 Borgstedt aus dem Amt Rendsburg ausschied und dem Amt Hütten zugeschlagen wurde, hatte der Ort 3 Vollhufen, 5 Halbhufen, 4 Viertelhufen und 14 Kanten.
1880 zählte das Dorf 283 Einwohner. Einen weiteren Aufschwung bewirkte der Bau des Nord-Ostsee-Kanals von 1887 bis 1895. Zwei Privatfähren für Fußgänger verbinden um 1900 die Ufer der Eider (Kaiser Wilhelm Kanal) um die Schar der Arbeiter zu den auf der holsteinischen Seite entstandenen Industrieanlagen zu bringen.
Von 1912 bis 1914 wurde der Kanal bei Borgstedt begradigt und so entstand die Rader Insel zwischen dem bisherigen Kanalbett in der Borgstedter Enge und dem neuen Kanalbett des Nord-Ostsee-Kanals. In dieser Zeit verdoppelte sich die Einwohnerzahl blieb aber dann von 1910 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 nahezu gleich. Als dann 1937 eine Brücke von Borgstedt zur Rader Insel gebaut worden war, konnte der Fährbetrieb eingestellt werden.
1910: 537 Einwohner, 1925: 499 Einwohner, 1939: 513 Einwohner
Der Flüchtlingsstrom am Ende des Zweiten Weltkrieges bewirkte nicht nur eine weitere Verdoppelung der Bevölkerungszahl auf 1.042 im Jahre 1949 sondern es war auch eine völlige Umwandlung der Dorfstruktur damit verbunden. Die Einwohnerzahl veränderte sich nun über lange Zeit nicht sehr und schwankte von 1957 bei 820 Einwohner zu 1972 mit 920 Einwohnern. Erst durch den Anschluss von Lehmbek in Jahre 1975 wuchs die Einwohnerzahl noch einmal und stieg auf 1.070 Einwohner. Weitere Baugebiete Ende der siebziger bzw. Anfang der achtziger Jahre wurden geplant und besiedelt (Wiesengrund, Katenweg), zudem kamen die Flächen Achter de School ab 1995 und die Raiffeisenstraße, sowie der Kleindorskamp dazu.
Mit der zunehmenden Bevölkerungszahl gab es auch immer mehr Kinder und so wurde 1986 bis 1989 im Gemeinderat über den Bau eines Kindergartens beraten. Im Januar 1990 wurde der Kindergarten eröffnet und 25 Kinder vormittags betreut. Zweimal wurde der Kindergarten erweitert, sodass 2002 bereits ein weiterer Anbau entstand, um für bis zu 60 Kindern Plätze bereitzuhalten.





